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Wasserenthärter für die Spülmaschine: Wasserenthärtung in der Gastro

Ein Wasserenthärter holt Calcium und Magnesium aus dem Leitungswasser, bevor es in der Spülmaschine erhitzt wird. So bilden sich an Heizung, Boiler und Düsen keine Kalkablagerungen, und Gläser, Besteck und Geschirr kommen ohne Kalkflecken aus der Maschine. Für gewerbliche Spülmaschinen empfiehlt der Arbeitskreis Gewerbliches Geschirrspülen (AK GGS) eine Enthärtung schon ab einer Gesamthärte über 3 °dH, also auch bei Wasser, das als weich gilt.

Hier rechnen Sie Ihre Wasserhärte um und erfahren, wann ein Enthärter nötig ist, welche Bauarten es gibt und wie Regenerieren und Pflege funktionieren. Die Spülmaschinen selbst stellt die Übersicht zur Gastro-Spülmaschine vor.

Externer Wasserenthärter aus Edelstahl neben einer Gastro-Spülmaschine unter der Arbeitsplatte
Wasserenthärter auf einen Blick

  • Prinzip: Ein Ionenaustauscher tauscht die Härtebildner Calcium und Magnesium gegen Natrium.
  • Richtwert: Über 3 °dH Gesamthärte sollte laut AK GGS für das gewerbliche Spülen gesondert enthärtet werden.
  • Bauarten: eingebaut in die Spülmaschine oder extern im Zulauf, manuell oder automatisch regeneriert.
  • Betrieb: Regeneriersalz nachfüllen, Weichwasser prüfen, Wartung nach Herstellervorgabe.
  • Grenze: Enthärten senkt den Salzgehalt nicht. Für fleckenfreie Gläser braucht es oft eine Teil- oder Vollentsalzung.
3 °dHRichtwert Gesamthärte für das gewerbliche Spülen laut AK GGS
1,5 und 2,5 mmol/lGrenzen weich, mittel und hart nach § 9 WRMG, rund 8,4 und 14 °dH
1 °dH = 0,18 mmol/lUmrechnung der deutschen Härte
100 µS/cmRichtwert Leitfähigkeit beim Gläserspülen laut AK GGS

Wasserhärte umrechnen: Brauchen Sie einen Enthärter?

Tragen Sie die Gesamthärte aus der Angabe Ihres Wasserversorgers ein. Der Rechner zeigt den Wert in allen üblichen Einheiten, ordnet ihn in den Härtebereich ein und vergleicht ihn mit dem Richtwert für gewerbliche Spülmaschinen. Die Leitfähigkeit aus der Wasseranalyse vergleicht er mit den Richtwerten des AK GGS, auch mit dem für Glas. Mit der Kapazität Ihres Enthärters laut Hersteller rechnet er außerdem aus, wie viel Weichwasser bis zur nächsten Regeneration bleibt.

Wasserhärte-Rechner: umrechnen, einordnen, Enthärtung prüfen

Tragen Sie die Gesamthärte aus der Angabe Ihres Wasserversorgers ein. Der Rechner zeigt den Wert in allen üblichen Einheiten, den Härtebereich nach § 9 WRMG und ob laut Praxishandbuch des AK GGS eine gesonderte Enthärtung sinnvoll ist. Mit der Leitfähigkeit aus der Wasseranalyse ordnet er auch den Salzgehalt ein, mit der Kapazität Ihres Enthärters laut Hersteller rechnet er die Reichweite bis zur Regeneration aus. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser.

Gesamthärte laut Wasserversorger, nicht die Karbonathärte. Die Einheit wählen Sie darunter.

Einheit der Angabe

Elektrische Leitfähigkeit aus der Wasseranalyse in Mikrosiemens je Zentimeter. Sie zeigt den Gesamtsalzgehalt.

Spülgut (für den Salzgehalt)
Reichweite Ihres Enthärters berechnen (optional)

Für Ihren eigenen Enthärter: Tragen Sie die Kapazität laut Hersteller ein. Gerechnet wird mit der Gesamthärte von oben.

Kapazität laut Hersteller als

Weichwasser bis zur Regeneration laut Hersteller.

Die Härte, für die der Hersteller diese Literzahl nennt (Bezugshärte).

Kapazität laut Hersteller als Produkt aus Wassermenge und Härte.

Die Kapazität bezieht sich auf die

Aus der Wasseranalyse. Teilentsalzer, zum Beispiel Filterkartuschen, nennen ihre Kapazität meist für die Karbonathärte.

0 bei voller Enthärtung. Mischt ein Verschnittventil Rohwasser bei, tragen Sie die eingestellte Härte nach dem Verschnitt ein.

Tankfüllungen × Tankinhalt + Spülgänge × Nachspülwasser je Spülgang, Werte laut Datenblatt Ihrer Spülmaschine.

Für Regenerationen und Salz pro Jahr.

Laut Hersteller des Enthärters.

Die Kapazität sinkt nicht immer genau im Verhältnis zur Härte. Besser als ein Abschlag ist der Wert aus der Kapazitätstabelle des Herstellers für Ihre Härte.

So wird umgerechnet:

1 °dH = 0,1783 mmol/l = 1,78 °fH = 1,25 °e = 17,8 mg/l CaCO₃

1 mmol/l = 5,61 °dH = 10 °fH = 7,02 °e = 100 mg/l CaCO₃

Härtebereiche nach § 9 WRMG: weich unter 1,5 mmol/l (unter 8,4 °dH), mittel 1,5 bis 2,5 mmol/l (8,4 bis 14 °dH), hart über 2,5 mmol/l (über 14 °dH). Über 3 °dH (0,54 mmol/l) empfiehlt der AK GGS für das gewerbliche Spülen eine gesonderte Enthärtung.

Rechnerische Orientierung nach § 9 WRMG und AK GGS Praxishandbuch Kapitel 05. Maßgeblich sind die Wasseranalyse Ihres Wasserversorgers und die Herstellerangaben Ihrer Spülmaschine und Ihrer Wasseraufbereitung.

So rechnen wir

Umrechnung

1 °dH = 10 mg/l CaO = 0,1783 mmol/l = 1,78 °fH = 1,25 °e = 17,8 mg/l CaCO₃

1 mmol/l = 5,61 °dH = 10 °fH = 7,02 °e = 100 mg/l CaCO₃

Der Rechner rechnet jede Eingabe zuerst in mmol/l um und von dort in die anderen Einheiten. Der AK GGS nennt die Werte gerundet (1 °d = 0,18 mmol/l). mg/l CaCO₃ entspricht der Angabe ppm. Angezeigt werden °dH, mmol/l und °e mit höchstens zwei, °fH mit einer Nachkommastelle, mg/l als ganze Zahl.

Härtebereiche nach § 9 Abs. 2 WRMG

  • weich: weniger als 1,5 mmol Calciumcarbonat je Liter (unter 8,4 °dH)
  • mittel: 1,5 bis 2,5 mmol/l (8,4 bis 14 °dH)
  • hart: mehr als 2,5 mmol/l (über 14 °dH)

Das Gesetz nennt die Grenzen in mmol/l. Die Werte in °dH sind die gerundeten Entsprechungen aus dem AK GGS Praxishandbuch; bei Eingabe in °dH ordnet der Rechner nach ihnen ein, sonst nach mmol/l. Liegt Ihr Wert an einer Grenze, gilt der Härtebereich, den Ihr Wasserversorger angibt. Er muss ihn mindestens einmal jährlich mitteilen (§ 9 Abs. 1 WRMG).

Richtwerte für das gewerbliche Spülen (AK GGS Kapitel 05)

  • Gesamthärte bis 0,54 mmol/l (3 °d). Ab einer Wasserhärte über 0,54 mmol/l (3 °d) sollte laut AK GGS aus wirtschaftlichen Gründen eine gesonderte Enthärtung vorgenommen werden. Der Rechner prüft jede Einheit über mmol/l. Weil 3 °dH genau 0,535 mmol/l sind, liegen Werte von 3,0 bis 3,03 °dH (0,535 bis 0,54 mmol/l) am Richtwert; dafür gibt es einen eigenen Hinweis.
  • Auch Wasser im Härtebereich weich ist nicht unbedingt ohne Vorbehandlung geeignet; Wasser bis 3 °d nur bei gleichzeitig niedrigem Gesamtsalzgehalt.
  • Gesamtsalzgehalt, gemessen über die elektrische Leitfähigkeit: höchstens 400 µS/cm für Porzellan und Opalglas, 100 µS/cm für Glas, 80 µS/cm für Edelstahl und Besteck. Beim Gläserspülen können auch diese Richtwerte noch zu hoch sein.
  • Eine Kalkschicht von nur 0,4 mm auf den Heizelementen erhöht den Energieverbrauch laut AK GGS um ca. 25 %.

Ob Ihre Spülmaschine einen eingebauten Enthärter hat und welche Wasserhärte der Hersteller zulässt, steht in Betriebsanleitung und Datenblatt. Die Herstellerangaben gehen dem Richtwert vor.

Enthärten, Teilentsalzen, Vollentsalzen: Eine Enthärtung tauscht Calcium und Magnesium gegen Natrium; der Salzgehalt sinkt dabei nicht, er steigt leicht. Eine Teilentsalzung senkt den Salzgehalt um den Anteil der Karbonathärte, eine Vollentsalzung (Ionenaustausch oder Umkehrosmose) entfernt die Mineralien weitgehend. Wird enthärtetem Wasser Rohwasser beigemischt (Verschnitt), steigt die Härte wieder. Magnetische und induktive Geräte enthärten laut AK GGS nicht.

Reichweite Ihres Enthärters

Kapazität in l·°dH = Liter laut Hersteller × Bezugshärte in °dH (1 m³·°dH = 1.000 l·°dH)

Weichwasser bis zur Regeneration = Kapazität × (1 minus Sicherheitsabschlag) ÷ (Härte Ihres Wassers minus Härte nach dem Enthärter)

Betriebstage bis zur Regeneration = Weichwasser ÷ Wasser pro Betriebstag

Regenerationen pro Jahr = Betriebstage pro Jahr × Wasser pro Betriebstag ÷ Weichwasser; Salz pro Jahr = Regenerationen × Salz je Regeneration

Das Weichwasser ist auf ganze Liter abgerundet, die Betriebstage auf eine Nachkommastelle abgerundet, die Regenerationen auf ganze Zahlen aufgerundet. Bezieht sich die Kapazität auf die Karbonathärte, etwa bei einer Teilentsalzung, rechnet der Rechner mit der Karbonathärte Ihres Wassers. Gegenprobe: Der Winterhalter MonoMatik 3 hat laut Hersteller eine Kapazität von 755 l bei 10 °dH, also 7.550 l·°dH; bei 15 °dH sind das rechnerisch rund 503 l bis zur Regeneration, bei ca. 0,27 kg Salz je Regeneration.

Grenzen der Reichweite: Die Kapazität sinkt nicht immer genau im Verhältnis zur Härte. Ein Beispiel: Für den Aqmos BM Mini nennt der Hersteller 1.600 l bei 10 °dH, 1.000 l bei 15 °dH und 800 l bei 20 °dH; linear aus dem ersten Wert gerechnet wären es bei 15 °dH rund 1.067 l. Nehmen Sie deshalb, wenn vorhanden, den Wert aus der Kapazitätstabelle des Herstellers für Ihre Härte oder einen Sicherheitsabschlag. Für die Enthärter der Geräteliste nennt der Händler keine Bezugshärte, für sie lässt sich keine Reichweite berechnen.

Ihre Wasserhärte: Verbindlich ist die Angabe Ihres Wasserversorgers. Er muss seine Wasseranalysen laut AK GGS ohne Berechnung herausgeben. Eine schnelle Orientierung nach Postleitzahl bietet BWT (Wasserhärte nach Postleitzahl, ohne Gewähr).

Quellen: AK GGS Praxishandbuch Gewerbliches Geschirrspülen, Kapitel 05 Wasserqualität (PDF, Version 01/2021); § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG); Winterhalter MonoMatik 3 (Herstellershop); Aqmos BM Mini (Herstellershop). Stand der Rechnung: 08.10.2026.

Wasserhärte und gewerbliches Spülen

Die Wasserhärte gibt an, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst ist. Fachleute unterscheiden die Gesamthärte von der Karbonathärte: Die Karbonathärte ist der Anteil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt. Für die Frage, ob ein Wasserenthärter nötig ist, zählt die Gesamthärte. Sie wird in mmol/l angegeben, gebräuchlich ist in Deutschland weiter die deutsche Härte in °dH.

1 °dH entspricht 0,18 mmol/l, 1,78 °fH (französische Härte), 1,25 °e (englische Härte) und 17,8 mg/l Calciumcarbonat. Die Härtebereiche legt § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes fest:

Härtebereich mmol/l °dH Für die gewerbliche Spülmaschine
weich unter 1,5 unter 8,4 bis 3 °dH nur bei niedrigem Salzgehalt ohne Vorbehandlung geeignet, darüber Enthärtung empfohlen
mittel 1,5 bis 2,5 8,4 bis 14 gesonderte Enthärtung empfohlen
hart über 2,5 über 14 gesonderte Enthärtung empfohlen, ohne Enthärter setzt sich Kalk besonders schnell ab

Die Gesamthärte nennt Ihr Wasserversorger. Er muss den Härtebereich mindestens einmal im Jahr mitteilen und gibt seine Wasseranalysen laut AK GGS kostenlos heraus, oft stehen sie auf seiner Internetseite. Teststreifen oder ein Tropftest für die Gesamthärte eignen sich, um das Wasser vor und hinter dem Enthärter selbst zu prüfen.

Was Kalk in der Spülmaschine anrichtet

Beim Erhitzen fällt Kalk aus und setzt sich auf Heizelementen, im Boiler, in Düsen und Leitungen ab. Laut AK GGS erhöht schon eine Kalkschicht von 0,4 mm auf den Heizelementen den Energieverbrauch um etwa 25 %. Hohe Härte verschlechtert außerdem das Spülergebnis und die Hygiene und treibt den Verbrauch an Reiniger, Klarspüler und Entkalker in die Höhe. Auf dem Geschirr zeigt sie sich als weißer Belag, auf Gläsern als Flecken und Schlieren.

Heizstab einer Spülmaschine mit dicker weißer Kalkschicht auf einer Edelstahlfläche
Kalk auf dem Heizelement: Die Schicht bremst die Wärmeübertragung, die Maschine braucht mehr Energie.

Wann braucht eine Gastro-Spülmaschine einen Wasserenthärter?

Reiniger und Klarspüler enthalten Stoffe, die Kalk in begrenztem Maß in Lösung halten. Ab einer Gesamthärte über 3 °dH (0,54 mmol/l) sollte laut AK GGS aus wirtschaftlichen Gründen gesondert enthärtet werden. Das gilt auch in vielen Gebieten mit weichem Wasser, denn der Härtebereich weich reicht bis 8,4 °dH. Maßgeblich ist am Ende die Herstellerangabe Ihrer Spülmaschine zur zulässigen Wasserhärte. So gehen Sie vor:

  1. Gesamthärte erfragen Die Angabe des Wasserversorgers in °dH oder mmol/l genügt für die erste Einordnung.
  2. Datenblatt prüfen Welche Wasserhärte lässt der Hersteller zu, und hat die Maschine einen eingebauten Enthärter?
  3. Eingebaut oder extern entscheiden Reicht der eingebaute Enthärter für Ihre Härte, stellen Sie ihn darauf ein. Fehlt er, schalten Sie einen externen Wasserenthärter vor.
  4. Spülgut bedenken Für Gläser zählt zusätzlich der Salzgehalt. Dafür gibt es Teil- und Vollentsalzung.

Eingebauter Enthärter oder externer Wasserenthärter

Manche gewerblichen Geschirrspüler haben einen Enthärter eingebaut. Er regeneriert mit Salz aus einem Salzbehälter in der Maschine; die Härte des Leitungswassers wird laut Bedienungsanleitung an der Maschine eingestellt. Ein externer Wasserenthärter sitzt im Zulauf vor der Spülmaschine. Er kommt in Frage, wenn die Maschine keinen Enthärter hat, wenn das Wasser für den eingebauten zu hart ist oder wenn ein Enthärter mehrere Geräte versorgen soll. Prüfen Sie die zulässige Wassertemperatur: Manche Enthärter sind nur für Kaltwasser ausgelegt.

Eine zentrale Enthärtungsanlage für das ganze Haus genügt nicht immer: Dort wird dem enthärteten Wasser meist Rohwasser beigemischt. Dieser Verschnitt hebt die Härte wieder an und erfüllt laut AK GGS nicht in jedem Fall die Anforderungen für das gewerbliche Spülen. Messen Sie die Härte deshalb am Zulauf der Maschine.

Bauarten: manueller und automatischer Wasserenthärter

Ein Wasserenthärter für die Spülmaschine arbeitet als Ionenaustauscher. Im Behälter liegt ein Harzgranulat, an dem Natrium-Ionen gebunden sind. Fließt hartes Wasser hindurch, bindet das Harz Calcium und Magnesium und gibt dafür Natrium ab. Heraus kommt enthärtetes Wasser, das keinen Kalk mehr bilden kann. Ist das Harz erschöpft, muss es mit einer Salzlösung regeneriert werden. Die beiden Bauarten unterscheiden sich darin, wer diesen Vorgang auslöst.

Manueller Wasserenthärter

Der manuelle Enthärter ist ein Druckbehälter mit Harz, oft aus Edelstahl, mit Anschlüssen für Zulauf und Ablauf. Zum Regenerieren füllt das Personal Regeneriersalz ein und startet den Vorgang nach Anleitung, etwa über ein Ventil. Strom braucht er in der Regel nicht. Das Intervall richtet sich nach Härte und Wasserverbrauch; die Regeneration planen Sie außerhalb der Spülzeiten.

Automatischer Wasserenthärter

Ein automatischer Wasserenthärter regeneriert selbst, gesteuert nach Zeit oder nach der durchgeflossenen Wassermenge. Er hat einen Solebehälter mit Salzvorrat und braucht meist einen Stromanschluss. Das Personal füllt nur Salz nach. Einfache Anlagen liefern während der Regeneration kein Weichwasser, Doppelanlagen mit zwei Harzbehältern wechseln ab und enthärten ohne Pause.

Merkmal Manueller Wasserenthärter Automatischer Wasserenthärter
Regeneration von Hand, nach Intervall selbsttätig, nach Zeit oder Wassermenge
Stromanschluss in der Regel nicht nötig meist nötig
Aufgabe des Personals Salz einfüllen, Regeneration starten, Intervall einhalten Salzvorrat auffüllen, Funktion prüfen
Passt eher zu einer Maschine mit überschaubarem Wasserbedarf täglichem Betrieb, großem Wasserbedarf, mehreren Geräten

Teilentsalzung und Vollentsalzung für Gläser

Enthärten verhindert Kalk, senkt aber den Gesamtsalzgehalt nicht, er steigt sogar leicht. Nach dem Trocknen können deshalb Rückstände auf dem Glas bleiben. Der AK GGS nennt als Richtwert für die Leitfähigkeit höchstens 400 µS/cm bei Porzellan, 100 µS/cm bei Glas und 80 µS/cm bei Besteck; beim Gläserspülen können laut AK GGS auch diese Werte noch zu hoch sein. Den Salzgehalt senkt eine Vollentsalzung oder Umkehrosmose deutlich. Eine Teilentsalzung senkt ihn nur um den Anteil der Karbonathärte; wie weit, hängt vom Rohwasser ab. Die Verfahren im Überblick:

Verfahren Was es entfernt Salzgehalt Regeneration
Enthärtung (Ionenaustauscher) Calcium und Magnesium steigt leicht vor Ort mit Regeneriersalz
Teilentsalzung Karbonathärte sinkt um den Anteil der Karbonathärte in speziellen Stationen, nicht vor Ort
Vollentsalzung über Ionenaustausch fast alle Mineralien sehr niedrig in speziellen Stationen, nicht vor Ort
Umkehrosmose den Großteil der Mineralien über eine Membran sehr niedrig keine; höherer Wasserverbrauch, je nach Rohwasser Vorbehandlung nötig

Entsalztes Wasser ist korrosiv, etwa gegenüber Kupfer; der AK GGS rät deshalb zu Leitungen aus Edelstahl oder Kunststoff. Wie Osmose an der Theke eingesetzt wird, zeigt die Seite zur Gläserspülmaschine. Magnetische oder elektronische Geräte an der Leitung enthärten dagegen nicht: Sie entziehen dem Wasser kein Calcium und Magnesium.

Wasserenthärter bei Nisbets

Beim Gastronomie-Ausstatter Nisbets gibt es manuelle und automatische Wasserenthärter, die der Hersteller für bestimmte Geschirr- und Gläserspülmaschinen vorsieht. Prüfen Sie in der Produktbeschreibung, ob Ihr Modell genannt ist. Die Literangaben dort nennen keine Bezugshärte; wie lange ein Gerät bis zur Regeneration reicht, erfragen Sie beim Hersteller. Die Preise gelten inkl. MwSt., zzgl. Versand, zum genannten Stand; die Links sind Affiliate-Links.

Manueller Wasserenthärter WS8-SK

217,75 €

bei Nisbets
inkl. MwSt., zzgl. Versand, Stand 16.10.2026
Angebot*
Manueller Wasserenthärter WS12-K

237,98 €

bei Nisbets
inkl. MwSt., zzgl. Versand, Stand 16.10.2026
Angebot*
Wasserenthärter WS16SK

254,64 €

bei Nisbets
inkl. MwSt., zzgl. Versand, Stand 16.10.2026
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Classeq Wasserenthärter WS20SK

364,12 €

bei Nisbets
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Automatischer Wasserenthärter WSAUTO

849,64 €

bei Nisbets
inkl. MwSt., zzgl. Versand, Stand 16.10.2026
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Regenerieren und Regeneriersalz

Beim Regenerieren fließt eine konzentrierte Salzlösung, die Sole, durch das Harz. Das Natrium verdrängt Calcium und Magnesium, die in den Abfluss gehen. Wie viel Salz und Wasser eine Regeneration braucht, nennt der Hersteller.

  1. Salz einfüllen Regeneriersalz in Salzbehälter oder Solebehälter füllen, verschüttetes Salz abwischen.
  2. Regeneration starten Beim manuellen Enthärter über Ventil oder Hebel nach Anleitung, beim automatischen Gerät und beim eingebauten Enthärter läuft sie selbst.
  3. Nachspülen Das Harz wird gespült, bis kein Salz mehr im Wasser ist; danach ist es wieder bereit.
  4. Weichwasser prüfen Nach der Regeneration die Härte hinter dem Enthärter mit einem Teststreifen messen.

Welches Salz?

Verwenden Sie Regeneriersalz, also reines Natriumchlorid als Tabletten oder grob gekörnt, so wie es der Hersteller vorschreibt. Speisesalz ist dafür nicht gedacht: Es ist zu feinkörnig und enthält oft Zusätze wie Jod oder Rieselhilfen, die nicht in den Enthärter gehören. Spülmittel, Klarspüler oder Tabs ersetzen das Salz nicht.

Wie lange reicht eine Füllung?

Wie viel Weichwasser ein Enthärter bis zur nächsten Regeneration liefert, hängt von seiner Kapazität und der Härte des Rohwassers ab. Die Kapazität geben Hersteller in Litern bei einer bestimmten Härte an, multipliziert ergibt das Liter mal °dH. Rechenbeispiel: Nennt ein Hersteller 1.000 Liter bei 10 °dH, sind das 10.000 l·°dH. Bei 20 °dH reicht dieselbe Füllung rechnerisch für 500 Liter, bei 25 °dH für 400 Liter. Literangaben ohne Bezugshärte lassen sich deshalb nicht vergleichen. Die Rechnung ist eine Näherung; maßgeblich ist die Kapazitätstabelle des Herstellers. Mit Ihren eigenen Werten rechnet der Wasserhärte-Rechner oben im Abschnitt „Reichweite Ihres Enthärters“.

Geöffneter manueller Wasserenthärter aus Edelstahl mit einem Sack Regeneriersalz-Tabletten daneben
Zum Regenerieren kommt Regeneriersalz in den Enthärter, die Sole spült Calcium und Magnesium aus dem Harz.

Pflege und Wartung des Wasserenthärters

Ist das Harz erschöpft, läuft hartes Wasser durch, ohne dass es jemand bemerkt. Entkalken und Enthärten sind dabei zwei verschiedene Dinge: Ein Entkalker löst Kalk, der sich schon abgesetzt hat; der Enthärter verhindert, dass er entsteht. Wie Sie die Maschine entkalken, beschreibt die Anleitung zum Reinigen und Entkalken.

Pflege im Alltag

  • Salzvorrat regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig nachfüllen.
  • Beim manuellen Enthärter das Regenerationsintervall einhalten und dokumentieren.
  • Die Härte des enthärteten Wassers in festen Abständen mit Teststreifen prüfen, besonders nach jeder Regeneration.
  • Bei eingebautem Enthärter die eingestellte Wasserhärte prüfen, wenn der Versorger einen neuen Wert meldet.
  • Wasseraufbereitung nach Herstellervorgabe warten lassen, einen vorgeschalteten Wasserfilter laut AK GGS mindestens einmal im Jahr.
Typische Fehler

  • Magnetischer Kalkwandler statt Enthärter: Er senkt die Härte nicht.
  • Weiches Wasser für ausreichend gehalten, obwohl es über 3 °dH liegt.
  • Zentrale Hausanlage mit Verschnitt, aber die Härte am Zulauf der Spülmaschine nie gemessen.
  • Kapazitäten in Litern ohne Bezugshärte verglichen.
  • Gläser mit Flecken trotz Enthärter: Hier fehlt oft eine Teilentsalzung oder Osmose.
Kurz gesagt

Über 3 °dH Gesamthärte empfiehlt der AK GGS für gewerbliche Spülmaschinen eine gesonderte Enthärtung. Ob der eingebaute Enthärter genügt oder ein externer Wasserenthärter in den Zulauf kommt, entscheiden Wasserhärte und Datenblatt. Für Gläser ohne Flecken braucht es oft zusätzlich eine Teil- oder Vollentsalzung.

Häufige Fragen

Ab welcher Wasserhärte braucht die Spülmaschine einen Wasserenthärter?

Für gewerbliche Spülmaschinen empfiehlt der AK GGS eine gesonderte Enthärtung ab einer Gesamthärte über 3 °dH (0,54 mmol/l). Das gilt auch für Wasser im Härtebereich weich. Vorrang hat die Herstellerangabe Ihrer Maschine zur zulässigen Wasserhärte.

Was ist ein Wasserenthärter?

Ein Gerät mit Ionenaustauscher, das Calcium und Magnesium aus dem Wasser gegen Natrium tauscht. Das enthärtete Wasser bildet beim Erhitzen keinen Kalk mehr. Das Harz im Enthärter wird regelmäßig mit Regeneriersalz regeneriert.

Wie lange hält ein Wasserenthärter bis zur Regeneration?

Das hängt von der Kapazität des Enthärters, der Härte des Rohwassers und dem Wasserverbrauch ab. Die Kapazität in Litern mal °dH geteilt durch die Härte Ihres Wassers ergibt die Liter bis zur nächsten Regeneration; die genauen Werte nennt der Hersteller.

Wie oft muss ich Regeneriersalz nachfüllen?

Je härter das Wasser und je mehr Sie spülen, desto öfter. Beim manuellen Enthärter kommt das Salz bei jeder Regeneration hinein, beim automatischen Gerät und beim eingebauten Enthärter füllen Sie nach, bevor der Vorrat aufgebraucht ist. Manche Maschinen und Anlagen zeigen Salzmangel an.

Kann ich Salz nachfüllen, wenn im Salzbehälter Wasser steht?

Ja, beim eingebauten Enthärter ist der Salzbehälter in der Regel mit Wasser gefüllt, darin löst sich das Salz zur Sole. Füllen Sie Regeneriersalz nach Bedienungsanleitung ein und wischen Sie übergelaufene Sole und verschüttetes Salz ab.

Reichen Reiniger, Klarspüler oder Tabs gegen hartes Wasser?

Nur in Grenzen. Reiniger und Klarspüler halten etwas Kalk in Lösung, ersetzen über 3 °dH aber keine Enthärtung. In gewerblichen Spülmaschinen geben Dosiergeräte Reiniger und Klarspüler zu, flüssig oder als Pulver und Feststoff. Tabs von Hand zu dosieren ist laut AK GGS sehr ungenau, die Reinigerkonzentration schwankt dann stark.

Hilft ein Magnet gegen Kalk in der Spülmaschine?

Nein. Magnetische und induktive Geräte entziehen dem Wasser kein Calcium und Magnesium. Laut AK GGS ist bei ihnen in der Spülmaschine mit erheblichen Störungen zu rechnen.

Mehr zum Thema

Stand: Oktober 2026. Quellen: AK GGS Praxishandbuch Gewerbliches Geschirrspülen, Kapitel 05 Wasserqualität (Version 01/2021), § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, DVGW zur Wasserhärte, Händlerangaben zu den gezeigten Geräten. Links zu Händlern sind Affiliate-Links.